Liebe Freunde und Freundinnen des fairen Handels,
internationaler Tag der Schokolade jedes Jahr am 7.7. – Schokolade zwischen Mystik und Rohstoff. Am 7.7.1550 bringen die Spanier das erste Mal Schokolade nach Europa.
Es gibt mehrere solcher Gedenk- und Festtage, aber dieser scheint für uns der interessanteste zu sein.
Deswegen folgt hierein kurzer Ausschnitt aus der Schokoladengeschichte:
Das Reich der Azteken in Mittelamerika wird Mitte des 16.Jahrhunderts von den Spaniern durch Hernán Cortes erobert. Montezuma II, König der Azteken veranstaltet Festmahle zu Ehren des Eroberers in der Hauptstadtseines Reiches. Dabei lernen die Spanier Schokolade kennen. Cortés erkennt die Bedeutung des Getränks für seineTruppen. „Eine Tasse Schokolade am Morgen gibt Kraft für einen Tagesmarsch“ schreibt er an seinen König.
Doch die Geschichte der Schokolade ist viel älter. Kakaobäume wurden bereits vor 5000 Jahren im heutigen Ecuador in Südamerika angepflanzt.Vor über 2500 Jahren erhielt der Baum sagenhafte Bedeutung. Im heiligen Buch der Maya, dem Popol Vuh in Guatemala ist Kakao ein Geschenk der Götter.
Der schwedische Naturforscher Carl von Linné (1707-1778) taufte den Baum „Theobroma“ – „Speise der Götter“.
Ein Markt in der aztekischen Hauptstadt sah ähnlich aus wie heute noch in Mexiko.
Es wurden Mais, Bohnen, Chilis,Tomaten und vieles mehr angeboten.Das Zahlungsmittel war nicht Geld,sondern Kakaobohnen! Schokolade war zunächst ein Getränk für die Adligen, Wohlhabenden und Priester, Kakaobohnen waren Grabbeilagen und wie gesagt Zahlungsmittel, sogar noch in den ersten Jahren der Kolonialzeit.

Das Wort Schokolade ist uralt.
Xocolatl heißt in derAztekensprache Bitterwasser, chocol bei den Mayas heiß.
Den bitteren Geschmack mochten die Europäer nicht, deshalbwürzten sie das Getränk mit Zucker und Zimt. Portugiesen und Spanier legten in ihren Kolonien in der„Neuen Welt“ immer mehr Kakao Plantagen an, ein Riesengeschäft auf dem Rücken von Sklaven aus Westafrika.
Genau dorthin brachten die Kolonialherren im 19. Jahrhundertauch den Kakaobaum, und zwar nach Ghana, Nigeria und die Elfenbeinküste.
Heute kommen ¾ der ca. 4 Millionen Tonnen des jährlich produzierten Rohkakaos aus Westafrika.
In Mittelamerika brach der Kakaoanbau in der Kolonialzeit zusammen. Ein großer Teil der indigenen Bevölkerung starb durch Gewalt oder Epidemien. Mexiko ist seit dem 17. Jahrhundert Nettoimporteur. Allerdings wird Schokolade in der Zeit nach der Eroberung Volksgetränk, in Guatemala wird die Tradition bewahrt und von Mayafrauen bis heute weiter gepflegt.
In Europa konnten sich Kakao zunächst nur reiche Adlige leisten, Mitte des 18. Jahrhunderts auch wohlhabende Kaufleute und Handwerker. In Europa musste die Schokolade ihre Gestalt verändern, um ihr feudales Image abzulegen und populär zu werden. Das geschah erst Ende des 18. Jahrhunderts und ist eine andere Geschichte. (https://schokoinfo.de/kakao/#geschichte)
Neben den bis heute für viele der Kakaobauernfamilien bestehenden unfairen Produktions- und Handelsbedingungen gerät der Kakaoanbau durch den Klimawandel immer mehr unter Druck. Deshalb sind auch bei uns die Preise gestiegen.

Die Schokolade von „fairafric“ ist vollständig in Ghana produziert.
Durch den Kauf fair gehandelter Schokolade unterstützen Sie die Kakaobauern und -bäuerinnen in den Herkunftsländern.Sie finden bei uns die verschiedensten Geschmacksrichtungen. Auch für Sie ist ganz bestimmt etwas dabei.



